
Kronen Zeitung
FLOTTER CUP-FIGHT
Finale! LASK kickt Ried in der Verlängerung raus
Der LASK setzte sich am Mittwoch im oberösterreichischen Halbfinale des ÖFB-Cups bei der SV Ried mit 2:1 nach Verlängerung (1:1, 0:0) durch – und darf am 1. Mai gegen Altach den ersten Titelgewinn nach 61 Jahren Pause in Angriff nehmen.
Der kurz davor eingewechselte Lukas Kacavenda traf in der 108. Minute per Kopf entscheidend. Fabian Rossdorfer hatte Ried in der 49. Minute in Führung gebracht, Samuel Adeniran schoss keine eineinhalb Minuten später den Ausgleich für die Elf von Dietmar Kühbauer.
Der zum bisher einzigen Mal im Double-Jahr 1965 im Cup erfolgreiche LASK stand zuletzt vor fünf Jahren im Endspiel. In Klagenfurt ist am 1. Mai nun der SCR Altach der Gegner. Die Vorarlberger hatten sich in ihrem Halbfinale gegen Red Bull Salzburg durchgesetzt. Die Linzer kämpfen in der Meistergruppe der Bundesliga auch um den Meistertitel.
Rieder mehr als ebenbürtig
Die Partie war vor zwei Wochen wegen starken Nebels abgesagt worden. Die als Außenseiter gehandelten Rieder starteten deutlich besser ins emotional aufgeladene Derby. Vor mit 7.336 Zuschauern ausverkauftem Haus erarbeiteten sich die Innviertler viele Standardsituationen und Einwürfe, wo sie ihre Stärken auszuspielen versuchten. Dieses Mittel sollte sich über das gesamte Spiel ziehen. Die besten Chancen hatte die Elf von Maximilian Senft jedoch zunächst aus dem Spiel heraus. Philipp Pomer schoss aus guter Position deutlich übers Tor (13.), dann machte sich LASK-Torhüter Lukas Jungwirth erfolgreich gegen Antonio van Wyk breit (25.).
Der LASK hatte mit dem druckvollen Spiel des Gegners Probleme. Bei den Linzern war Jung-Vater Sascha Horvath in die Startelf zurückgekehrt, Joao Tornich stand in der Abwehrzentrale wieder zur Verfügung. Vorne sollte der ins ÖFB-Team zurückgekehrte Sasa Kalajdzic als Einfädler glänzen. Kalajdzic wusste in dieser Rolle zu gefallen. Nach einer knappen halben Stunde leitete er auf Sturmpartner Adeniran weiter, der aus spitzem Winkel an die Stange schoss. Keine zwei Minuten später fand Adeniran Kalajdzic, der jedoch nur den Fuß von Rieds Keeper Andreas Leitner traf.
In einer unterhaltsamen Partie lag der Ball in der ersten Halbzeit auch einmal im LASK-Tor. Der Treffer zählte zurecht nicht, da Nikki Havenaar im Luftduell mit Jungwirth mit zu viel Körpereinsatz agierte. Schwer zu bändigen war für die Rieder weiter Adeniran. Der bullige US-Stürmer tankte sich immer wieder gefährlich in den gegnerischen Strafraum durch, es fehlte aber das Auge für den Mitspieler. Nach dem Halbzeitpfiff ärgerte sich Kasper Jörgensen offenbar darüber, Adeniran wollte den Teamkollegen zur Rede stellen. Mitspieler mussten schlichten.
Schlagabtausch nach Pause
Ried legte kurz nach Seitenwechsel vor. Beim zehnten Eckball für die Hausherren verlängerte Havenaar zur Mitte, wo Kalajdzic nicht klären konnte. Rossdorfer beförderte den Ball unter die Latte. Der Jubel der Heimfans war noch nicht abgeklungen, erfolgte die Antwort des Gegners: Kalajdzic leitete mit dem Außenrist elegant auf Adeniran weiter, der alleine vor Leitner erfolgreich abschloss.
Rieds nächster Einwurf im Angriffsdrittel sorgte wieder für Hochbetrieb im Linzer Strafraum. Der Schuss von Kingstone Mutandwa wurde noch geblockt (54.). Die SVR hatte wieder Oberwasser. In der 68. Minute wackelte bei Michael Sollbauers Kopfball die Querlatte hinter Jungwirth – wieder hatte Havenaar einen Einwurf per Kopf weitergeleitet. Die Partie näherte sich der Verlängerung, als Rieder Jubel aufbrandete. Havenaar stieg nach einem Freistoß wieder hoch, Oliver Steurer verlängerte ins Netz (88.). Der Treffer zählte nach VAR-Studium aber aufgrund einer hauchdünnen Abseitsstellung von Havenaar nicht. Nach 90 Minuten stand wieder einmal ein Remis zwischen den beiden Teams zu Buche.
„Joker“ steigt entscheidend hoch
Ried blieb aktiver, Tornich verhinderte erfolgreich einen Torschuss von Mutandwa. Das Tor schoss aber der LASK. Der fünf Minuten davor eingewechselte Kacavenda köpfelte eine Usor-Flanke Richtung Tor, Havenaar fälschte den Ball noch entscheidend ab. Rieds Bemühungen um den Ausgleich blieben erfolglos. Jonas Mayer schoss nach dem letzten Eckball in der 123. Minute über das Tor. Die Innviertler müssen weiter auf den dritten Cupsieg warten.
SV Ried – LASK 1:2 nach Verlängerung (1:1, 0:0)
Ried, BWT X Oberösterreichische Arena
7.336 Zuschauer (ausverkauft), SR Gishamer.
Tore:
1:0 (49.) Rossdorfer
1:1 (50.) Adeniran
1:2 (108.) Kacavenda
Ried: Leitner – Havenaar, Sollbauer, Steurer – Bajic (118. Wernitznig), Maart, Rasner (84. Mayer), Pomer – Rossdorfer (87. Bajlicz) – Mutandwa (106. Kiedl), Van Wyk (102. Boguo)
LASK: Jungwirth – Mbuyamba, Tornich, Andrade – Bogarde – Jörgensen (91. Flecker), Lang (61. Usor/121. Cisse), Horvath (103. Kacavenda), Bello – Kalajdzic, Adeniran
Gelbe Karten: Rasner, Van Wyk, Kiedl, Senft (Trainer) bzw. Usor, Adeniran, Bello
Finale am 1. Mai in Klagenfurt: LASK – SCR Altach
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